Patenkind Nicol in Huancayo 2017
Nicol wurde 2005 in Huancayo, einer Stadt im zentralen Hochland Perus, geboren. Gemeinsam mit fünf Geschwistern wuchs sie in äusserster Armut auf: Die Familie lebte in einer kleinen Hütte ohne festen Bodenbelag und ohne sichere Versorgung. Hunger, Kinderarbeit und Gewalt prägten den Alltag der Kinder. Eine offizielle Schulbildung war für keines der Geschwister in greifbarer Nähe.
Im Oktober 2014 alarmierten tragische Vorfälle die Behörden auf das Schicksal der Familie. Über die staatliche Wohlfahrtsorganisation MIMDES wurden Nicol und drei ihrer Geschwister in ein örtliches Kinderheim aufgenommen. Dort fanden sie erstmals einen geschützten Ort – aber noch fehlten die Mittel für eine kontinuierliche schulische und persönliche Förderung.
Als erstes Patenkind der Embolo Foundation übernahm Nicol eine ganz besondere Rolle in unserer Stiftungsarbeit. Vom Jahr 2017 bis Ende ihrer offiziellen Schulpflicht im Jahr 2021 begleiteten wir sie. Mit dem Ende ihrer Schulpflicht beginnt für Nicol nun ein neuer Lebensabschnitt. Gleichzeitig sind wir stolz darauf, dass wir – dank der treuen Unterstützung unserer Förderer und Paten – einem jungen Menschen eine echte Perspektive schenken konnten.
Auch wenn wir nicht alle Kinder von Hunger, Gewalt und Kinderarbeit befreien können, zeigt das Beispiel von Nicol, dass jede einzelne Patenschaft nachhaltige Veränderungen ermöglicht. Wir danken allen, die dieses Engagement möglich gemacht haben, und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen weitere Lebenswege zu gestalten.