Sportplatz San Martin de Porres 2020
Am 15. Oktober 2020 hatte Omar – einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter und gebürtiger Peruaner – dem Stiftungsrat ein beeindruckendes Vorhaben des katholischen Klosters in San Martín de Porres präsentiert. Durch die Empfehlung eines befreundeten Priesters, der das Kloster seit rund einem Jahr liebevoll leitete, waren wir auf die dringende Bedürftigkeit dieser Gemeinde aufmerksam geworden.
Hintergrund & Ausgangslage
Das seit über 60 Jahren fest in der Nachbarschaft verankerte Kloster von San Martín de Porres war auf einem vier Hektar großen, von hohen Steinmauern umgebenen Grundstück errichtet. Inmitten eines Armutsviertels, in dem viele Kinder ohne Eltern die Straßen durchstreiften, fehlten sichere Rückzugsorte. Da die Kirchen in Peru keine staatliche Unterstützung erhielten, war die finanzielle Lage des Klosters besonders prekär.
Dank der finanziellen Mittel der Embolo Foundation konnte vor Ort ein umfassendes Infrastrukturprojekt realisiert werden, das die Selbsthilfe der Klostergemeinschaft nachhaltig stärkte. Zunächst wurde der zentrale Hof fachgerecht betoniert und für Fußball, Basketball sowie Volleyball markiert, sodass Kinder und Jugendliche die neue Fläche intensiv für sportliche Aktivitäten nutzen konnten – was ihre Lebensfreude steigerte und den Zusammenhalt in der Gemeinde förderte.
Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich der Platz in ein gesichertes Parkareal für Privatwagen und Taxis: Die Einführung des sogenannten Night-Parkings ermöglichte der Klostergemeinschaft, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, die umgehend in den Unterhalt der Einrichtung flossen und so ganz im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ wirkten. Parallel dazu erneuerten unsere lokalen Partner sämtliche Steinmauern der Umfriedung und installierten ein robustes Einfahrtstor mit sicherer Schließvorrichtung, um Schutz und Privatsphäre dauerhaft zu gewährleisten.
Dank dieser verbesserten Infrastruktur war es schließlich möglich, täglich 50 Kindern sowie älteren Bedürftigen eine warme Mahlzeit anzubieten. Dieses Angebot entwickelte sich rasch zum Anziehungspunkt für die gesamte Nachbarschaft, schenkte den Menschen Hoffnung, Wärme und ein Gefühl von Geborgenheit und bestätigte einmal mehr die Kraft gemeinschaftlichen Engagements.
Da direkte Reisen nach Peru derzeit nicht möglich waren, hatten die Ancora Tenores unsere Interessen vor Ort vertreten und die Bauarbeiten begleitet. Durch regelmäßige Fotoberichte, Videocalls und Fortschrittsdokumentationen stellten wir sicher, dass jeder Schritt termingerecht und in bester Qualität umgesetzt wurde.
Wir sind stolz darauf, dass wir mit Ihrer Hilfe dieses Herzensprojekt realisieren konnten. Gemeinsam haben wir in San Martín de Porres echte Perspektiven geschaffen und Hoffnung gesät.